Aus für die U6-Verlängerung – Alternativen für den südlichen Landkreis

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Eine Verlängerung der U6, wie im Landkreis oft gewünscht, nach Hallbergmoos, Neufahrn oder Eching ist wohl für die nächsten Jahre keine Option mehr. Warum das so ist, erläuterte Victor Weizenegger, Verkehrsexperte der Kreis-SPD, am vergangenen Freitag ausführlich bei einer Videokonferenz. Die vom Landkreis beauftragte Studie ergab selbst bei der günstigsten Zielvariante, Neufahrn, ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von 0,11, während Förderungen normalerweise erst ab dem Wert 1 möglich sind. Für die Varianten Eching und Hallbergmoos ergibt sich sogar ein negatives Verhältnis. Für Weizenegger stand angesichts dieses Ergebnisses fest, dass die U6-Verlängerung auch dann, wenn man manche kritikwürdige Berechnungsgrundlagen verändern würde, erst einmal keine Chance auf Realisierung habe. Was nun?

Unter der Moderation von Andreas Mehltretter, Bundestagskandidat der SPD, zeigten dann Weizenegger und der Echinger Bürgermeister und Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag, Sebastian Thaler, Pläne zur Verbesserung der Busverbindungen auf. Bei der Buslinie 695 – von Kirchdorf an der Amper nach Garching Hochbrück, U-Bahn – gilt seit Dezember 2020 werktags ein Stundentakt. Damit ist auch Günzenhausen besser an Eching angebunden und beide besser an die U-Bahn.

Eine kleine Verbesserung für Dietersheim und Mintraching kommt mit dem Expressbus 660 (Garching TU – Freising), die im Oktober startet und dann auch in diesen beiden Ortsteilen halten wird. Über diese Verbindung freute sich Mehltretter besonders: „Dafür haben wir lange gekämpft, und für Freising und die Studierenden ist diese Linie ein großer Gewinn!“

Noch fehlt der Ringschluss bei der Linie 690
Bei der Linie 690 – TU-Forschungszentrum, Neufahrn, Eching und auf gleichen Weg zurück - gilt ab Dezember 2021 von Montag bis Freitag ein 20-Minuten Takt und an Samstagen (08:00 bis 21:00 Uhr) sowie an Sonntagen (09:00 bis 18;00 Uhr) ein Stundentakt. Mit dem Wegfall einiger Haltestellen (3 x in Eching, 1 x in Neufahrn) wird die Linie zudem schneller. Trotz besserer Taktung und mehr Randzeiten: „unbefriedigend für Eching“, so Bürgermeister Thaler. Es fehlt weiterhin der Ringschluss. Um von Eching (Bahnhofstraße) mit der Linie 690 zum Forschungszentrum zu gelangen (Entfernung etwa 8 km), braucht man laut Fahrplan 43 Minuten – absolut unattraktiv. Für den notwendigen Ringschluss, also auch direkt von Eching über Dietersheim zur TU, mit Fahrten in beiden Richtungen, müssen wir uns wohl bis 2026 gedulden. „Die ÖPNV-Mühlen mahlen langsam. Dranbleiben ist hier die Devise“, fasst es Thaler zusammen.

Vollständig abgeschrieben hat Echings Bürgermeister Thaler trotz der ernüchternden Studien-Ergebnisse die U-Bahn dann doch nicht. Er zeigte auf, wo U-Bahn und S-Bahn im MVV miteinander verbunden sind. Im Norden des MVV-Bereichs fehlt diese Verbindung. Auch daraus lässt sich der Handlungsbedarf ableiten. Zum Schluss hielt Mehltretter für die SPD fest: „Der Großraum München und der Landkreis Freising werden sich weiter stark entwickeln. Das geht aber nur klimafreundlich und mit einem wirklich leistungsfähigen und attrak-tiven öffentlichen Nahverkehr, und deswegen werden wir bei der U6-Verlängerung trotz allem dran bleiben!“

 

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